Unternehmensverkauf
im Bereich: Maschinen- und Anlagenbau

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Der Maschinen- und Anlagenbau bildet das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Als einer der führenden industriellen Sektoren fertigen die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer eine breite Palette von Investitionsgütern wie Turbinen, Motoren, Werkzeugmaschinen sowie Automatisierungs- und Fördertechnik für verschiedene Zielbranchen. Mit über einer Million Beschäftigten ist dieser Sektor der wichtigste industrielle Arbeitgeber Deutschlands. Kennzeichnend sind die mittelständische, regional verwurzelte Struktur der Unternehmen und die Vielfalt der hergestellten Produkte – oft in Einzel- oder Kleinserien auf hohem technischem Niveau produziert. Deutschland zählt global zu den führenden Maschinenproduzenten, steht jedoch aufgrund der hohen Exportquote im intensiven internationalen Wettbewerb. Themen wie der Fachkräftemangel und die Konjunkturabhängigkeit beeinflussen die Branche negativ, während der Trend zur klimaneutralen Wirtschaft, die Dekarbonisierung und die unter Industrie 4.0 zusammengefasste weitreichende Vernetzung der Maschinen Chancen bieten.

Branchen-Schwerpunkte

Verbrennungsmotoren, Turbinen und mechanische Antriebselemente

Die Herstellung von Verbrennungsmotoren, Turbinen und mechanischen Antriebselementen ist die Basis der energie- und antriebstechnischen Industrie. In diesem Segment bündeln sich leistungsstarke Motoren für Schiffe, Lokomotiven und stationäre Anlagen in der Industrie. Turbinen – ob Gas, Dampf, Wasser oder Wind – leisten einen entscheidenden Beitrag zur Energiegewinnung, sowohl in konventionellen Kraftwerken als auch in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Ergänzt wird das Spektrum durch mechanische Antriebselemente wie Getriebe, Kupplungen und Lager, die für einen reibungslosen Betrieb sorgen. Technologischer Fortschritt und immer effizientere Antriebssysteme machen diesen Bereich zu einem Innovationsmotor der Branche.

Hydraulik-, Pneumatiksysteme, Pumpen und Kompressoren

Hydraulik- und Pneumatiksysteme, Armaturen sowie Pumpen und Kompressoren zählen zu den technischen Herzstücken vieler Industrieanwendungen. Diese Komponenten kommen in Maschinen, Fahrzeugen, Industrieanlagen sowie in der Gebäudetechnik zum Einsatz. Von Kreisel- und Kraftstoffpumpen über Vakuumtechnik bis hin zu Turbokompressoren reicht das Angebot – maßgeschneidert für Branchen wie Chemie, Lebensmittelverarbeitung oder Energieversorgung. Ventiltechnik und Steuerungselemente sorgen für Präzision und Sicherheit im Betrieb. Die stetige Weiterentwicklung dieser Systeme hin zu höherer Effizienz und Umweltfreundlichkeit macht sie unverzichtbar für moderne Produktions- und Versorgungsketten.

Bau- und Landmaschinen

Die Bau- und Landmaschinenindustrie entwickelt robuste Technik für anspruchsvolle Einsätze. Leistungsfähige Traktoren, Erntemaschinen und Bodenbearbeitungsgeräte kommen in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz. Im Baugewerbe dominieren schwere Maschinen wie Bagger, Planierraupen und Radlader das Bild. Auch spezialisierte Geräte wie Tunnelbohrmaschinen oder Straßenfertiger sind Teil dieses vielseitigen Angebots. Der Trend geht zunehmend in Richtung nachhaltiger Lösungen – moderne Maschinen werden immer häufiger mit emissionsarmen Gas- oder Wasserstoffmotoren ausgestattet. Damit leistet die Branche nicht nur einen Beitrag zur Effizienzsteigerung, sondern auch zur ökologischen Transformation.

Fördertechnik und Hebezeuge

Die boomende Logistikbranche verlangt nach leistungsstarker Fördertechnik – von Gabelstaplern über Krane bis hin zu automatisierten Förderanlagen. Die Herstellung von Hebezeugen und Transportmitteln ist ein dynamisch wachsender Bereich des Maschinenbaus, der maßgeblich von der Globalisierung und dem E-Commerce-Boom profitiert. Ob im Warenlager, auf Baustellen oder in der Produktion – moderne Hebe- und Fördermittel sorgen für einen sicheren, effizienten und automatisierten Materialfluss. Durch den zunehmenden Bedarf an nachhaltiger, vernetzter Intralogistik stehen auch hier Innovation und Digitalisierung im Fokus der Weiterentwicklung.

Werkzeugmaschinen

Die Herstellung von Werkzeugmaschinen ist die ursprüngliche Keimzelle der Branche und hat immer noch einen signifikanten Anteil am Branchenumsatz. Werkzeugmaschinen finden in der Fertigung von Werkstücken Anwendung, die im Anschluss zu Bauteilen oder Baugruppen montiert werden. In Abhängigkeit des jeweiligen Fertigungsverfahrens kommen umformende, zerspanende oder abtragende Werkzeugmaschinen zum Einsatz. Die umsatzstärkste Produktgruppe bilden spanende Werkzeugmaschinen wie Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. Ihr primäres Einsatzgebiet ist in der Metallbearbeitung.

Merkmale dieser Branche

318.4 Mrd. €

Umsatz

1 Mio.

Beschäftigte

40.064

Patentanmeldungen pro Jahr (2024)

FAQ
Sie fragen – wir antworten!

Der Erfolg von Unternehmen im Maschinenbau hängt von mehreren Faktoren ab. Die Verfügbarkeit und Qualität qualifizierter Arbeitskräfte, wie Ingenieuren und Facharbeitern, ist von zentraler Bedeutung. Die Branche zeichnet sich außerdem durch einen hohen Innovationsgrad aus. Um die Technologieführerschaft zu behaupten, sind Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) von entscheidender Bedeutung, um fortwährend Wettbewerbsvorteile zu generieren. Das Angebot von maßgeschneiderten Kundenlösungen ist essenziell, um eine loyale Kundenbasis aufzubauen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der ausgeprägten Verhandlungsmacht der Kunden von großer Relevanz. Der Zugang zu Exportmärkten sowie der Aufbau von Netzwerken in Übersee tragen zur Streuung des Absatzrisikos, zur Reduktion der Umsatzvolatilität und zur Minderung der Verhandlungsmacht einzelner Abnehmer bei. Investitionen in effiziente Anlagen tragen zur Steigerung der Produktivität und zur Nutzung von Skaleneffekten bei. Dies wiederum hat positive Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit.

Ist der Zeitpunkt aktuell ideal für einen Unternehmensverkauf?

Gegenwärtig herrscht eine angespannte Lage, die sich zuletzt durch sinkende Aufträge, rückläufigen Umsatz, niedrige Profitabilität, hohen Kostendruck, intensiven Wettbewerb und Fachkräftemangel gebildet hat.

Die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung im In- und Ausland im Jahr 2023 hatte zuletzt einen negativen Einfluss auf die Auslastung im Jahr 2024. Der Gesamtumsatz des Maschinen- und Anlagenbaus ist durch die multiplen Krisen der letzten Jahre von 2019 bis 2024 durchschnittlich um 1,2 % pro Jahr gesunken. Für 2024 wird ein weiterer Umsatzrückgang von 3,5 % auf 318,4 Milliarden Euro erwartet. Die Gewinnmarge ist im Zeitraum 2019-2024 ebenfalls gesunken (um 1,3 Prozentpunkte) und liegt aktuell bei 1,8 %. Der hohe Kostendruck, insbesondere durch gestiegene Material- und Personalkosten, beeinträchtigt die Ertragslage zusätzlich. Darüber hinaus ist ein starker internationaler Wettbewerb sowie ein Engpass bei Fachkräften festzustellen.

Mittelfristig bestehen jedoch Wachstumspotenziale: Für den Zeitraum 2024 bis 2029 wird ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 0,9 % pro Jahr prognostiziert. Getrieben durch die Makrotrends Dekarbonisierung und die fortschreitende Digitalisierung ist somit ein geeigneter Zeitpunkt für den Unternehmensverkauf im Maschinen- und Anlagenbau wieder gegeben.

Wer sind die wichtigsten Käufergruppen der Branche?

Die wichtigsten Käufergruppen im Maschinen- und Anlagenbau sind aufgrund der Größe der Branche sehr breit aufgestellt:

  • Strategische Investoren (z. B. Wettbewerber oder Unternehmen aus verwandten Branchen)
  • Finanzinvestoren (Private Equity, Family Offices)
  • Internationale Unternehmen, die Marktzugang oder Technologie suchen

Insbesondere Letztere sind aufgrund der Internationalität des Geschäfts im Maschinen- und Anlagenbau deutlich häufiger anzutreffen als dies bei kleinen und mittelständischen Unternehmen aus anderen Branchen der Fall ist.

Welche Fehler sollten beim Unternehmensverkauf unbedingt vermieden werden?

Eine unzureichende Vorbereitung und fehlende oder unvollständige Unternehmensunterlagen können zu erheblichen Irritationen im Verkaufsprozess führen und potenzielle Käufer abschrecken. Ebenso ist es ratsam, vorab die Kaufpreisvorstellungen einem Realitätscheck zu unterziehen, um Emotionen und Unkenntnis bei der Unternehmensbewertung nicht erst später im Prozess zu begegnen.

Dies gelingt durch die frühzeitige Einbindung eines M&A-Beraters. Doch viele Verkäuferinnen und Verkäufer versuchen – ganz in der Manier eines Vollblutunternehmers – den Prozess allein zu bewältigen. Der Verkauf erfordert gleichermaßen Fachwissen und Erfahrung. Ein M&A-Berater sollte die Branche und die relevanten Käufer kennen, um einen Bieterprozess zu lancieren und so die Interessen der Verkäuferinnen und Verkäufer bestmöglich durchzusetzen.

Weitere Fragen zum Thema Unternehmensverkauf:
Unser Unternehmens-ABC

Referenzen

Mit über 250 Referenzen im Mittelstand sind wir auch im Maschinen- und Anlagenbau zu Hause und kennen den Markt.

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Der Weg zum erfolgreichen Unternehmensverkauf

Der Verkauf eines Unternehmens gelingt dann, wenn Vorbereitung, Käuferauswahl, Prozessführung und Verhandlung professionell ineinandergreifen.

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Vorbereitung des Verkaufsprozesses 

Die Vorbereitung entscheidet oft über den Erfolg eines Verkaufsprozesses. In dieser Phase analysieren wir das Unternehmen, definieren gemeinsam mit dem Unternehmer die Ziele des Verkaufs und erstellen die notwendigen Verkaufsunterlagen. Gleichzeitig entwickeln wir eine klare Strategie für die Ansprache geeigneter Käufer. Erst wenn diese Grundlage steht, beginnt der eigentliche Verkaufsprozess. 

Käuferauswahl und -ansprache 

Die Zahl potenzieller Käufer ist groß – doch nicht jeder passt zum Unternehmen. Wir helfen dabei, den richtigen Käuferkreis zu definieren und sprechen gezielt diejenigen Interessenten an, bei denen ein ernsthaftes Interesse und eine realistische Transaktion zu erwarten sind. Unsere Erfahrung und unser Zugang zum Markt sorgen dafür, dass die richtigen Gespräche entstehen.

Das anonyme Bieterverfahren

Das anonyme Bieterverfahren schafft einen echten Markt für Ihr Unternehmen. Wir sprechen gezielt ausgewählte Interessenten aus unterschiedlichen Käufergruppen an – etwa Wettbewerber, Investoren oder MBI-Kandidaten – ohne die Identität des Unternehmens offenzulegen. So wird früh sichtbar, wo echtes Interesse entsteht und welche Käufergruppe strategisch am besten passt. Durch die parallelen Gespräche entsteht eine Wettbewerbssituation, aus der heraus unsere Mandanten im Schnitt aus rund einem Dutzend Angeboten die passenden Käufer auswählen können. 

Angebote, Kennenlernen und Verhandlungen

Mit den ersten Angeboten beginnt die entscheidende Phase des Verkaufsprozesses. Wir strukturieren die Angebotsphase, organisieren das persönliche Kennenlernen zwischen Unternehmer und Interessenten und führen die Verhandlungen Schritt für Schritt zu einer klaren Einigung. Gerade die Kennenlernphase wird oft unterschätzt: Unterlagen liefern Informationen, doch entscheidend ist, dass zwischen Unternehmer und Käufer Vertrauen entsteht. 

Vertragsabschluss und Umsetzung

Der Vertragsabschluss ist selten nur Formsache. Viele Transaktionen scheitern oder verzögern sich in dieser Phase, weil rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Fragen ineinandergreifen. Gemeinsam mit ausgewählten, mittelstandsgeprägten Spezialisten strukturieren wir diese Phase und führen die Transaktion sicher zum Abschluss. 

Unsere Experten in der Branche
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