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Süddeutscher Wirtschaftstag 2026: Wenn Erfahrung auf Innovation trifft

26. Oktober 2026
Süddeutscher Wirtschaftstag 2026: Wenn Erfahrung auf Innovation trifft

Wie gelingt es, dass Tradition und Innovation sich gegenseitig stärken, statt nebeneinanderher zu laufen? Um diese Frage ging es am 20.10.2026 beim Süddeutschen Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats der CDU. Im House of Logistics & Mobility (HOLM) in Frankfurt kamen Unternehmer, Gründer und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen.

Bei der Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zukunft sichern: Wenn Erfahrung auf Innovation trifft“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Unternehmenspraxis, Nachfolgeberatung, Startup-Förderung und Politik unter der Moderation von Anita Schneider. Die Teilnehmer waren:

Den Auftakt bildete der Generationenwechsel im Mittelstand. Viele Familienunternehmen stehen in den kommenden Jahren vor der Übergabe. Diskutiert wurde, was eine erfolgreiche Nachfolge heute ausmacht, wie viel Veränderung ein Unternehmen im Zuge des Wechsels verträgt und was mit Betrieben geschieht, die für eine interne Lösung zu klein oder für junge Nachfolger nicht attraktiv genug erscheinen. Julian Will brachte hier die Erfahrung aus mehr als 20 Jahren Nachfolgeberatung ein, Sandra Heberer die Perspektive eines Familienunternehmens, das heute in fünfter Generation geführt wird.

Im Anschluss richtete sich der Blick auf das Zusammenspiel von etabliertem Mittelstand und junger Gründerszene. Was können Familienunternehmen von Startups lernen – und umgekehrt? Holger Follmann und Frank Hüther zeigten dabei aus Sicht der Startup-Förderung und der Frühphasen- und Nachfolgefinanzierung, wo beide Welten voneinander profitieren können.

Breiten Raum nahmen auch die politischen Rahmenbedingungen ein: Dr. David Preisendanz ordnete ein, welche steuerlichen und rechtlichen Hürden Unternehmensnachfolgen heute erschweren und welche besonderen Voraussetzungen es im ländlichen Raum braucht, wo Kapital, Netzwerke und Nachfolger oft fehlen. Kontrovers diskutiert wurde, ob Startups und Nachfolger eigene Förderinstrumente brauchen oder ob bessere allgemeine Rahmenbedingungen wichtiger sind.

Fazit der Runde: Der vermeintliche Gegensatz zwischen „altem Mittelstand“ und „junger Gründerszene“ greift zu kurz. Nachfolge und Gründung sind zwei Wege zu unternehmerischer Verantwortung und beide brauchen Kapital, Netzwerke und verlässliche Rahmenbedingungen. Wer Erfahrung und Innovationskraft zusammenbringt, schafft die beste Grundlage dafür, dass Süddeutschland auch künftig zu den stärksten Wirtschaftsregionen zählt.

Wir danken allen Teilnehmern herzlich für den offenen Austausch und die wertvollen Impulse aus ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven. Ein besonderer Dank gilt außerdem Anita Schneider für die Moderation sowie dem Wirtschaftsrat für die Einladung und die gelungene Organisation.

Foto-Credits: Zübeyde Kopp | Kopp Marketing & Consulting