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Nachfolgekontor beim ChannelPartner Kongress 2026: Einblicke in die Unternehmensnachfolge im IT-Markt

17. September 2026
Nachfolgekontor beim ChannelPartner Kongress 2026: Einblicke in die Unternehmensnachfolge im IT-Markt

Der ChannelPartner Kongress hat sich als zentrales Netzwerk- und Wissensevent für IT-Dienstleister und Systemhäuser etabliert. Hier erhalten Entscheider praxisnahe Impulse für strategisches Wachstum, innovative Ideen und wertvolle Partnerschaften.

Unter den Vortragenden war in diesem Jahr auch unser Geschäftsführer Julian Will, der in einer spannenden Break-Out-Session tiefe Einblicke in die Besonderheiten von Unternehmensverkäufen im IT-Bereich gab. Damit beleuchtete er ein Thema, das vielen Unternehmern aus der Branche unter den Nägeln brennt: Wie sieht der M&A-Markt für IT-Dienstleister wirklich aus und welche Besonderheiten gibt es beim Unternehmensverkauf?

Die zentralen Punkte der Session

  • Das Geschäftsmodell entscheidet über die Bewertung: Nicht nur die Branchenzugehörigkeit, sondern vor allem auch das Geschäftsmodell bestimmt die Bewertung. Managed Services mit hohem Anteil wiederkehrender Umsätze werden deutlich höher bewertet als klassische Projekt- und Hardwaregeschäfte, denn wiederkehrende Umsätze sind planbarer und stabiler.
  • Private Equity drängt in den Markt: Finanzinvestoren machen inzwischen fast 50% aller M&A-Aktivitäten im deutschen IT-Services-Sektor aus. Das Buy & Build-Modell (Kauf einer Plattform + mehrere kleinere Add-ons) eröffnet auch kleineren IT-Dienstleistern neue Verkaufschancen, die bisher für Standalone-Investitionen zu klein waren.
  • Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend: Der Unternehmenswert erreicht sein Maximum oft deutlich früher als die Verkaufsbereitschaft. Ein Käufer zahlt für die Zukunft – wer aus Erschöpfung verkauft, verkauft Vergangenheit. Das macht sich im Kaufpreis bemerkbar.
  • KI verschiebt die Bewertungskriterien fundamental: Die Kundenbeziehung wird zum Hauptwerttreiber statt technischer Leistungsvorsprung. Das ist für IT-Dienstleister paradoxerweise positiv: Der persönliche Zugang zum Mittelstandskunden gewinnt relativ an Wert, während Funktionsvorsprünge schneller zur Massenware werden.
  • Hohe Inhaberabhängigkeit schmälert den Kaufpreis: Läuft alles über den Chef? Dann verlangen Käufer längere Bindungen und höhere Earn-Out-Anteile. Umgekehrt ermöglicht eine robuste Organisationsstruktur höhere Cash-Anteile und mehr potenzielle Bieter.

Rege Rückfragen von Teilnehmern, gefolgt von mehreren Anschlussgesprächen mit interessierten IT-Unternehmern zeigten: Es gibt großen Gesprächsbedarf für dieses Thema. Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren sowie allen Teilnehmern des ChannelPartner Kongresses!

Mehr Informationen zum Unternehmensverkauf in der IT- und Software-Branche finden Sie hier.