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Live-Interview mit dem BVMW: Nachfolgedruck im Mittelstand – Warum Abwarten das Lebenswerk gefährdet

20. Oktober 2026
Live-Interview mit dem BVMW: Nachfolgedruck im Mittelstand – Warum Abwarten das Lebenswerk gefährdet

Wer die Nachfolge im eigenen Unternehmen aufschiebt, riskiert sein Lebenswerk. Das war die zentrale Botschaft des LinkedIn-Live-Interviews mit Cornelia Gärtner im Rahmen der Reihe „Vitamin C“ des BVMW, bei dem unser Geschäftsführer Julian Will zu Gast war.

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Die Unternehmensnachfolge gehört zu den drängendsten Aufgaben im deutschen Mittelstand. Trotzdem schieben viele Inhaberinnen und Inhaber das Thema jahrelang vor sich her. Oft erzwingen dann unerwartete Umstände plötzlich schnelle Entscheidungen, meist unter denkbar ungünstigen Bedingungen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch fassen wir hier zusammen:

  • Nachfolge ist kein Zeichen von Schwäche: Weniger als 5 % der Unternehmer wenden sich mit der nötigen Vorlaufzeit von 5 bis 7 Jahren an einen Berater. Ein Grund dafür ist kulturell: In Deutschland gilt es oft fälschlicherweise als Schwäche, über den eigenen Ausstieg zu sprechen.
  • Die Familiennachfolge verliert an Dominanz: Sich allein darauf zu verlassen, dass die eigenen Kinder den Betrieb übernehmen, wird zunehmend riskant. Wer das früh erkennt, hat Zeit, alternative Wege zu prüfen und vorzubereiten.
  • Welche Voraussetzungen muss ein Betrieb erfüllen? Fachwissen und Kundenbeziehungen dürfen nicht allein an der Person des Inhabers hängen. Je besser Abläufe dokumentiert sind und Verantwortung im Team verteilt ist, desto leichter gelingt der Übergang – und desto höher ist der Wert des Unternehmens.
  • Chancen für die junge Generation: Neugründungen gelten oft als „sexy“, doch die Übernahme eines etablierten Mittelständlers bietet handfeste Vorteile. Der Einstieg muss dabei nicht auf einen Schlag erfolgen.

Fazit: früh handeln, offen sprechen

Der Schlüssel zu einer gelungenen Nachfolge liegt im frühzeitigen Handeln und in offener Kommunikation. Starten Sie rechtzeitig mit einem gedanklichen Probelauf: Was würde passieren, wenn Sie morgen ausfallen? Und holen Sie Experten an die Seite, die Sie auf dem Weg begleiten.

Wir danken Cornelia Gärtner und dem BVMW für das offene und praxisnahe Gespräch.